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Anton Bruckner wurde am 4.9.1824 in Ansfelden
bei Linz geboren. Dort wuchs er in dörflichen Verhältnissen und unter
katholischer Erziehung auf. Schon in seiner frühen Kindheit bekam
er Musikunterricht, erlernte das Orgel- und Violinspiel. An eine Musikerlaufbahn
dachte zu dieser Zeit jedoch noch niemand, vielmehr sollte er, wie
auch sein Vater Anton, Lehrer werden. Mit dem Tod des Vaters 1837
nahm Bruckners Lebensweg eine entscheidende Wende. Der junge Anton
wurde, nun 13-jährig, als Sängerknabe des Chorherrenstifts St. Florian
aufgenommen. Von da an erfuhr er eine verstärkte, vielseitige musikalische
Ausbildung. Seine Prüfung als Lehrer bestand er 1845 mit Auszeichnung.
Trotzdem wurde er 1851 nach Tätigkeiten als Hilfslehrer und provisorischer
Stiftsorganist in St. Florian dort fester Organist. Mit der Annahme
der Domorganistenstelle in Linz 1855 entschied sich Bruckner endgültig
für eine Laufbahn als Berufsmusiker. In seine Linzer Zeit fiel auch
die Entstehung der ersten großen Werke (für Chor bzw. Orchester) sowie
die Bekanntschaft mit Richard Wagner, seinem musikalischen Vorbild.
1868 wurde Bruckner Professor am Wiener Konservatorium, befand sich
nun also auf dem Parkett einer kulturellen Weltstadt. So gelangte
er mit der Zeit zu internationaler Anerkennung und wurde insbesondere
im Ausland als Orgelvirtuose gefeiert. In London gab er 1871 ein Orgelkonzert
vor 70.000 Zuhörern. In seiner Heimat dagegen mußte er auch mit heftiger
Kritik insbesondere aus dem Lager um Johannes Brahms fertig werden.
Dort lehnte man seine Kompositionen kategorisch ab und nannte sie
sogar einen „Schwindel". 1891 wurde Bruckner als Professor pensioniert
und erhielt im gleichen Jahr die Ernennung zum Ehrendoktor der Universität
Wien. Als sich Bruckners Gesundheitszustand in den Folgejahren zunehmend
verschlechterte, stellte ihm der Kaiser kostenlos eine 9-Zimmer-Wohnung
im Schloß Belvedere zur Verfügung. Dort verstarb er am 11.10.1896
während der Komposition seiner 9. Symphonie.
Bruckners symphonisches Schaffen umfaßt die
Symphonien 1 bis 9 sowie die „Nullte" und eine Studiensymphonie. Im
Aufbau seiner Symphonien hält sich Bruckner an die traditionelle Form:
Vier Sätze und Sonatenhauptsatzform (Exposition: Vorstellung der Themen
- Durchführung: Verarbeitung des thematischen Materials - Reprise:
veränderte Wiederaufnahme der Exposition - Coda: Anhängsel).
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