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Unseren ersten Fernsehvertrag hatten wir mit dem ZDF. Die Dreharbeiten waren ganz schön anstrengend. Für zwei Minuten Singen mußten wir über vier Stunden vor der Kamera stehen. Von allen Seiten wurden wir gefilmt, von vorn, von links, von rechts und sogar von oben. Immerhin haben wir dem ZDF traumhafte Einschaltquoten beschert.

 

Das bisher aufwendigste Projekt war das Mitwirken in Richard Wagners Oper "Tannhäuser" am Eisenacher Landestheater. Ein Jahr Probenarbeit waren nötig, bis wir Karfreitag 1998 die vielumjubelte Premiere feiern konnten.

 

So sieht der Franz-Schubert-Chor aus, wenn er mit Tannhäuser fremdgeht. Wer die Musik nicht kennt; eine berühmte Biermarke aus R. bei D. benutzt sie zur Zeit in einem Werbespot. So wird für sächsisches Bier geworben und gleichzeitig singt der Chor: "Thüringens Fürsten, Landgraf Herrmann, Heil"

 

Am 24.Mai 1998 stand Eisenach Kopf: Der damalige Bundeskanzler, Dr. Helmut Kohl, kam mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, William J. Clinton, zu Besuch in die Wartburgstadt. Und was lag da näher, als ihn im Festsaal auf der Wartburg zu empfangen. Und dazu gehört natürlich auch der Tannhäuser. So zogen wir also mit großer Kapelle auf die Wartburg, ließen uns zwei Stunden auf Sprengstoff und Waffen untersuchen, warteten noch eine kleine Ewigkeit und dann sangen wir den Einzug der Gäste: "Freudig begrüßen wir die edle Halle". Thüringens Ministerpräsident Berhard Vogel, der im wahren Leben fast zwei Köpfe kleiner als die beiden langen Kerls ist, war plötzlich der Größte, als wir sangen:

"Thüringens Fürsten, Landgraf Herrmann, Heil".

 

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zuletzt geändert am 05.05.2001