Komponisten

Giuseppe Verdi

 
     
 

geb.: 9.10.1813 in Roncole/Busseto
gest.: 27.1.1901 Mailand

 
   
 

Giuseppe Verdi wurde in einem kleinen Dorf in der heutigen Provinz Parma geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung von Kirchenorganisten in Roncole und Busseto. Ein Kaufmann namens Antonio Barezzi war so beeindruckt von seinem Talent, daß er ihm 1832 das Studium am Konservatorium Mailand finanzierte. Nach seinem Studium kehrte Verdi nach Busseto zurück, wirkte dort als Kapellmeister und heiratete die Tochter seines Gönners, Margherita. Drei Jahre später kam er zusammen mit seiner Familie wieder nach Mailand, wo seine erste Oper, "Oberto", im November 1839 an der La Scala Premiere hatte. Der Erfolg war groß genug, daß er einen Vertrag für drei weitere Opern erhielt. In den Jahren 1838 bis 1840 starben beide Kinder und seine Frau. Außerdem wurde die Premiere seiner zweiten Oper, "Un giorno di regno", im September 1840 zum Fiasko. Verdi stand beruflich und privat vor einem Scherbenhaufen. Der Intendant der Scala setzte jedoch weiterhin Vertrauen in das Genie Verdis, das im März 1842 mit dem triumphalen Erfolg der Oper "Nabucco" bestätigt wurde. In diesem Jahrzehnt wurde Verdi zu einem Kenner großer Literatur. Es gelang ihm, die Dramatik von Hugo ("Ernani" (1844) und "Rigoletto" (1851)), von Schiller ("Luisa Müller" (1850)) und Shakespeare ("Macbeth" (1847)) in eine einzigartige Atmosphäre seiner Opern zu transferieren. Seine folgenden Opern, "Les vêpres siciliennes" (1855), "Un ballo in maschera" (1859), "Don Carlos" (1867) und "Aida" (1871) waren von der französischen Grand Opéra und besonders von Giacomo Meyerbeer beeinflußt. Verdi nahm nun nur noch Aufträge an, wenn sie ihn wirklich interessierten, sons lebte er als wohlhabender Mann auf seinem Anwesen in der Nähe von Busseto. So kam es, daß er erst in den achtziger und neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wieder produktiv wurde. Es entstanden eine zweite Version von Simon Boccanegra (1881) und, als Zeugnis seiner Verehrung Shakespeares, Otello (1887) und Falstaff (1893). Von seinen 28 Opern gehören über ein Dutzend zum Standardrepertoire. Er dominierte die italienische Oper über 50 Jahre. Zu seinem Begräbnis sollen über 30.000 Leute die Straßen von Mailand gesäumt und spontan 'Va pensiero' aus "Nabucco" angestimmt haben.

Opernschaffen:
Oberto Conte di San Bonifacio, 1839; Un Giorno di Regno, 1840; (Il finto Stanislao) Nabucodonosor, 1842 (Nabucco); I Lombardi alla Prima Crociata, 1843; Ernani, 1844; I Due Foscari, 1844; Giovanna d'Arco, 1845; Alzira, 1845; Attila, 1846; Macbeth, 1847; I Masnadieri, 1847; Jérusalem [Überarbeitung von I Lombardi], 1847; Il Corsaro, 1848; La Battaglia di Legnano, 1849; Luisa Miller, 1849; Stiffelio, 1850; Rigoletto, 1851; Il Trovatore, 1853; La Traviata, 1853; Les vêpres siciliennes, 1855; Giovanna de Guzman (I vespri siciliani) [Überarbeitung von Les vêpres siciliennes], 1855; Simon Boccanegra, 1857;
Aroldo [Überarbeitung von Stiffelio], 1857; Un Ballo in maschera, 1859; La Forza del destino, 1862; Don Carlos, 1855; Aida, 1871; Simon Boccanegra [Überarbeitung], 1881; Otello, 1887; Falstaff, 1893

 
     
  Quelle: www.musikarchiv-online.de/klassik/komp/verdi
www.virtualcity.de/lafenice/verdi
 

 

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zuletzt geändert am 01.04.2002