
(16.07.2001)
| Chordirektor Manfred Jäckel verabschiedet | ||
| EISENACH (suv).Matrosenchor
aus dem "Fliegenden Holländer", Gefangenenchor
aus Beethovens "Fidelio" und der gleichnamige
Ohrwurm aus "Nabucco" von Verdi - mit drei
ausverkauften, bejubelten Wartburg-Konzerten mit berühmten
Chorstücken verabschiedete sich Musikdirektor Manfred Jäckel
(65) nach 40-jähriger Theatertätigkeit am Wochenende in
den - wie er sagte - "Unruhestand". Zuletzt war
Jäckel seit 1996 Chordirektor am Thüringer
Landestheater Eisenach-Rudolstadt-Saalfeld. Bereits von
1964 bis 66 hatte der in Wittstock Geborene am Eisenacher
Theater gewirkt. 30 Jahre freilich war er am Opernhaus
Erfurt tätig gewesen. Die Abschiedskonzerte brachten großes
Sängeraufgebot: Hauschor, Extrachor und Teile des
Schubert-Chores.
|
| Manfred Jäckel: Die Pflicht und die Kür | ||
| Mit einem Sonderkonzert endete im
Palas der Wartburg die Konzertsaison der Landeskapelle
Eisenach. Die "besondere Note" galt der Welt
berühmter Opernchöre - mit Ausnahme der "Barcarole"
aus "Hoffmanns Erzählungen" (von Tomomi
Fuijama und Ann Tröger mit außerordentlich erfolgreich
vorgetragen). Anfang und Ende setzten aber die
herausragenden Gipfel der Oper des 19. Jahrhunderts,
Wagner und Verdi. Zugleich bedeutete das Konzert 40.
Dienstjubiläum und Abschied von Chordirektor MD Manfred
Jäckel. Obwohl es ihm, dem Dirigenten dieses Konzerts,
der als Chordirektor immer im Hintergrund wirkte,
sichtlich wohltat, sich im Mittelpunkt, mit Blumen,
herzlichen Worten und "standing ovations"
geehrt zu sehen, nimmt er in seiner unpathetisch-sympathischen
Art das Ganze eher gelassen als Übergang "von der
Pflicht zur Kür". Doch, er bleibt weiterhin aktiv
dem Eisenacher wie dem Erfurter Chorwesen verbunden. -
Ausgebildet an der Berliner Musikhochschule "Hanns
Eisler" kam er nach Zwischenstationen in die
Wartburgstadt, von wo ihn 1966 GMD Ude Nissen ans
Opernhaus Erfurt holte. Hier konnte er große Teile des
chorsinfonischen Repertoires erschließen und wurde er
1967 zum Gründer sowie für 30 Jahre Leiter der Erfurter
Singakademie. Dr. Wolfram KLANTE |
zuletzt geändert am 29.09.2001