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EISENACH (eb).Ein besonderes Geschenk bereitete sich
der
Franz-Schubert-Chor Eisenach im 45. Jahr seines Bestehens
mit einer Reise nach Wien. Atzenbrugg, die Schubert-Gedenkstätte
bei Wien, wo auch die
Schubertiaden stattfanden und die Schubert-Grabstätte
auf
dem Wiener Zentralfriedhof, waren wohl die
beeindruckendsten Stationen.
In Atzenbrugg, eine Autostunde westlich von Wien
gelegen, wo
u.a. Schuberts "Dörfchen" entstand, sang der
Chor im
historischen Saal des Schlosses. Hier bot sich die
Gelegenheit, Schuberts "Dörfchen" und die
"Nacht" in
unbeschreiblicher Atmosphäre zu interpretieren. Der Chor
erfuhr in einer sehr auffschlussreichen Führung Fakten
und
Beweggründe über Franz Schuberts Leben und auch von
Kompositionen seiner Freunde, wie Moritz von Schwindt,
der
ebenfalls sehr musikalisch veranlagt war.
Vor der Gedenkstätte, ein Lindenbaum, ein Brunnen und
ein
Tor. Dies animierte natürlich zu Schuberts bekanntestem
Volkslied "Der Lindenbaum". Herrliches Wetter
beflügelte die
Fahrt durch die Wachau. Krems und Dürstein wurden
besichtigt. Einen weiteren Höhepunkt stellte der Besuch
des
Stiftes Melk dar, wo der Chor in der Stiftskirche das
"Heilig"
aus Schuberts Deutscher Messe sang. Tags darauf, nach
kurzem Verweilen in der Schlossanlage Schönbrunn,
schloss
sich eine dreistündige musische Stadtführung an. Eine
sehr
liebenswerte Wienerin brachte die Wirkungsstätten von
Mozart, Brahms, Beethoven, Bruckner, Wagner, Zierer,
Strauß,
Lanner und Karajan nahe. Besonders beeindruckend war die
Grabstätte Schuberts, an der mit einigen Liedern die
Ehrerbietung dargebracht wurde. Der Stephansdom und der
Blick auf die Staatsoper rundeten das Erlebnis ab. Alle
Abende,
die natürlich auch von den Angehörigen und Chordirektor
Manfred Jäckel begleitet wurden, endeten beim Heurigen,
wo
das Volkslied den Vorzug hatte. Beglückt, seinen
Namenspatron nun doch einmal zum "Anfassen"
erlebt zu
haben, fand diese Reise nach vier Tagen mit einem guten
Gefühl sein Ende.
Am 22. September wird das 33. Wartburgkonzert des
Franz-Schubert-Chores unter Leitung von MD Manfred
Jäckel im Palas der Wartburg stattfinden. Auch Franz
Schubert
wird wieder präsent sein.
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