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Thüringer Landeszeitung
(20.03.2006)

Der Gemischte Chor aus Seebach bot ein volkstümliches Programm,
wagte sich auch an das bekannte "Sierra Madre del Sur" und wurde von
der
Jury mit 21,9 Punkten und Platz 4 belohnt. Foto: Zlotowicz
| 20.03.2006 | ||
| Ein Novum, das besticht | ||
Der Gemischte Chor aus Seebach bot ein volkstümliches Programm, wagte sich auch an das bekannte "Sierra Madre del Sur" und wurde von der Jury mit 21,9 Punkten und Platz 4 belohnt. Fotos (2): Zlotowicz Zwischen "Canticum Novum" und den Mitbewerbern lagen Welten, was Klasse der Stimmen und Ausstrahlung betraf, schätzten die Jury-Mitglieder und Singkreis-Vorsitzende Matthias Bretschneider (Meiningen), Viola Koppe (Niederdorla) und Wilfried Brosche (Gotha) ein. Die jungen Stimmen von "Canticum Novum" sind ein Pfund, mit dem kaum ein anderes Ensemble beim Wettbewerb aus Anlass des Jahresmottos "800 Jahre Sängerkrieg auf der Wartburg - Eisenach singt", so wuchern konnte. 24,4 von 25 Punkten heimsten die bühnenerfahrenen Südthüringer um Chorchef Dr. Hans Aschenbach ein und verwiesen den Gemischten Chor der Wartburgstadt (22,6 Punkte), die Chorgemeinschaft Vacha (22,4), den mit 32 Damen und Herren angetretenen Gemischten Chor Seebach um Leiterin Katrin Ortmann (21,9) und den Eisenbahnerchor "Franz List" aus Eisenach (20,8) auf die Plätze. Großes Lob der etwa 500 am Wettstreit beteiligten Sängerinnen und Sänger bekamen auch Organisator Volker Weber und sein Team, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Der erstmals ausgetragene Wettbewerb selbst verdiente sich auch dafür das Prädikat "ausgezeichnet". Zwei Sieger gab es in der Kategorie Männerchor. Der "Franz-Schubert-Chor" Eisenach und der Männergesangsverein Langenfeld zeigten eine 15 Darbietung, die die Jury mit je 22,3 Punkten gemeinsam auf Platz 1 setzte. So werden beim "Konzert der Preisträger"am 9. Juli in der Wandelhalle im Zuge der Feierlichkeiten zum "100-jährigen" insgesamt vier Chöre zu hören sein. Sozusagen außer der Wertung qualifizierte sich auch der Frauenchor "Nessetal" um Chorleiter Jörg Friese für das Preisträger-Konzert. Er war der einzige Frauenchor, der sich für diesen Wettbewerb gemeldet hatte. Der Männerchor Bad Liebenstein und der Männerchor der Wartburgstadt (beide 20,8 Punkte) teilte sich Rang 3, gefolgt vom Männerchor Wenigenlupnitz (20,3 Punkte). Sieger-Chöre bald auf CD zu hören Die Sieger-Chöre (gemischt und Männer) produzieren als "Preis" nun auch eine gemeinsame CD. Aufgrund der "Canticum Novum"-Klasse räumten Jury und Veranstalter diesem Chor die Hälfte der Tonträger-Produktion ein. Etwa seit Jahresbeginn hatten sich die Ensemble auf die Leistungsschau vorbereitet. Hans-Peter Burkhardt, Leiter des Gemischten Chores der Wartburgstadt, weiß dabei um das Leistungsvermögen und die Sorgen der meisten Chöre: Es fehlt an Nachwuchs. Ältere Stimmen sind nun mal nicht mehr in der Lage, "ganz oben" gesanglich mitzumischen und Glanz zu verbreiten, was vor allem bei den Sopranistinnen hörbar wird und wurde. Und wie fusselig sich ein Chorleiter den Mund reden muss, um seinen Sängern einzubläuen, beim Singen den Mund aufzumachen, um die Artikulation zu verbessern, davon kann auch Burkhardt ein Lied singen. Im Mittelpunkt des Singens steht für die Laien ungeachtet aller Jury-Wertungen freilich der "Spaß an der Freud". Und das ist gut so und soll so bleiben, unterstrich Wettbewerbs-Organisator Volker Weber. 19.03.2006 Von Jensen Zlotowicz |
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zuletzt geändert am 20.03.2006